Magazin
14.09.2010
Über das Für und Wider von CO2-neutraler Stromerzeugung wird dieser Tage mal wieder trefflich und höchst offiziell gestritten. Wir haben dazu eine klare Meinung und die ist recht einfach: Umweltfreundlich und verantwortungsbewusst handeln, wo immer es möglich ist.
Und im Internet ist einiges möglich:
Zum Beispiel mit der Initiative CO2-neutrale Website.
Es liegt auf der Hand: Auch die Nutzung des Internets verursacht durch seinen Stromverbrauch CO2-Emissionen. Jedenfalls dann, wenn einer der jeweils drei Beteiligten (Web-Hoster, Webdesign-Agentur, Internetnutzer) seinen eigenen Strom noch nicht aus "grünen Energiequellen" bezieht.
Klimafreundlich surfen
Diese CO2-Emissionen kann man damit neutralisieren, das man für die entstehenden Emissionen in Erneuerbare Energien investiert. Hierfür gibt es löblicherweise jetzt die Initiative CO2-neutrale Website. Die teilnehmenden Website-Betreiber leisten einen finanziellen Beitrag zur Förderung von beispielsweise Windkraft- und Solarstromanlagen.
Über die Initiative, ein kleiner Auszug aus der Website:
"Ziel dieser Initiative ist, die Wichtigkeit der CO2-Reduktionen in Fokus
zu bringen. Je mehr Unternehmen, die das Icon CO2 neutrale Webseite
auf ihren Webseiten zeigen, desto besser. Dadurch wird CO2-Neutralität
als eine gute Sache vermarktet. Außerdem wird durch die Initiative
selbst ein gutes Resultat erzeugt, indem sie die durch das Internet
erzeugten CO2-Emissionen eliminiert. Wir verlangen von den Teilnehmern,
dass sie die Emissionen, die durch das Aufrufen Ihrer Webseiten
entstehen, völlig neutralisieren. Wir glauben nicht an "halb-grüne"
Lösungen auf diesem Gebiet - unsere Botschaft muß klar und überzeugend
ankommen.
Was uns zu dieser Initiative veranlasst hat, war die
Nachricht, dass das Surfen im Internet und der IT-Einsatz jetzt mehr
CO2-Emissionen verursachen würden als die Luftfahrt.
Wir möchten jedoch betonen, dass wir keineswegs Gegner des Internets sind. Im Gegenteil.
Wenn
Bilanz gezogen wird, stellt das Internet oft eine umweltverträgliche
Alternative dar. Ohne das Netz müssten die Unternehmen ihre
Informationen an die Kunden mit der Post schicken. Zuerst müsste eine
Unmenge von Papier produziert werden. Dann müssten die Seiten gedruckt
werden, um letztendlich unter den Empfängern distribuiert zu werden.
Dadurch entstehen riesige CO2-Emissionen.
Das Internet wird aber
immer beliebter - und verschlingt mehr und mehr Strom. Als Konsequenz
steigen die CO2-Emissionen – jedoch, die Alternative wäre schlimmer ...
Ziel dieser freiwilligen Klima-Initiative ist es, den Unternehmen die
Neutralisierung der CO2-Emission zu ermöglichen, die durch das Aufrufen
ihrer Webseiten verursacht wird.
Wir wissen, dass diese Initiative keine zentrale Rolle in der Umweltpolitik aller Unternehmen spielen wird. Wir
betrachten sie als einen von vielen kleinen Schritten in die richtige
Richtung. Und dies ist genau der Punkt – der Klimaschutz soll vielfältig
gestaltet werden."
Weitere Informationen: www.co2neutralwebsite.de

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