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16.11.2011
Zum Jahresbeginn ging es mit dem so genannten Panda Update solchen Webseiten an den Kragen, die Inhalte mit schlechter Qualität aufweisen. Grundlage beider Umbaumaßnahmen war ein technischer Plattform-Umbau Mitte 2010 mit dem Namen "Caffeine". Dieser Umbau sollte es möglich machen, schneller auf neue Webseiten und Trends in der Suche reagieren zu können. Jetzt, Anfang November, will Google mit dem "Freshness-Update" die Suchergebnisse grundsätzlich aktueller machen.
Immerhin 35 Prozent aller Suchergebnisse, so Matt Cutts von Google, sind von diesem Update betroffen. Und damit ist dieser Umbau einer der größten überhaupt. Allerdings wurden häufig nur wenige Suchergebnisse durch andere ersetzt - meist sind die Veränderungen deshalb nur schwer zu finden und das Ausmaß ist noch nicht eindeutig abzuschätzen.
Während Google mit verschiedenen Technologien schon zuvor gut darauf vorbereitet war, auf aktuelle Schwankungen bei den Suchanfragen zu reagieren, werden mit dem Freshness-Update viele Keywords völlig neu interpretiert. Wer noch im Oktober etwa nach "Olympische Spiele" gesucht hat, fand in den SERPs vornehmlich eher allgemeine Webseiten. Artikel etwa, die sich mit der historischen Entwicklung der Olympischen Spiele beschäftigen. Und Artikel, auf denen die Ergebnisse der Spiele in China im Jahr 2008 zu finden sind. Das hat sich durch das Freshness-Update teilweise geändert. Denn nun geht Google davon aus, dass sich ein User mit Suchanfrage "Olympische Spiele" eigentlich für die kommenden Spiele im Jahr 2012 interessiert. Er möchte also aktuelle und nicht lexikalische Informationen.
Hier die drei wesentlichen Änderungen:
Zur Klarstellung: Es geht nicht nur um aktuelle Ereignisse ("Finanzkrise"), die Google durch eine erhöhte Suchanfrage erkennt. Sondern es geht um ganze Keyword-Kategorien, bei denen die Suchtechniker nun davon ausgehen, dass User eher aktuelle als "haltbare" Informationen erwarten.
Wie schon bei den letzten Index-Optimierungen bedeutet das Freshness-Update für Webseitenbetreiber zwei Dinge: Mehr Komplexität durch differenziertere Betrachtung von Keywords und ein höherer Bedarf an (gutem) Content. Wer mit seiner Webseite in den Google-Ergebnissen eine gute Position haben möchte, muss sich zunächst darüber Gedanken machen, was der Internet-Surfer genau wissen möchte. Es reicht nicht mehr, irgend einen Text für eine Suchanfrage zu präsentieren. Dieser Text muss den Wünschen der User entsprechen. Und gerade bei vermeintlich aktuellen Suchanfragen (35 Prozent!) muss dieser Text regelmäßig aktualisiert werden. Erste Tests haben gezeigt, dass es hierbei nicht so wichtig ist, ob man zu einem Keyword regelmäßig einen neuen Artikel veröffentlicht, oder einen vorhandenen Artikel immer wieder aktualisiert.
Auch wenn die Veränderungen im deutschen Google-Index noch mit der Lupe gesucht werden müssen, ist das Freshness-Update sicher ein guter Schritt zur Verbesserung der Suchergebnisse. Dem Webseitenbetreiber gibt dieses Update aber wieder neue Herausforderungen auf.
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