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Magazin

30.08.2010

Webdesign auf Basis eines Content-Management-Systems?

Brauchen Sie ein Content-Management-System für dynamisches Webdesign? Spontan würden Sie vielleicht sagen: Ja, ich will meine Website-Inhalte autark selber pflegen können, deshalb brauche ich ein CMS. Mit diesem Gedanken liegen Sie im Prinzip auch genau richtig. Dennoch lohnt es sich, das Ganze mal zu hinterfragen und auf einige Punkte abzuklopfen.

Die Umsetzung mit oder ohne CMS hat jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile, die es sorgfältig zu überdenken gilt.

Variante 1:
Dynamisches Webdesign mit einem Content-Management-System für alle Seiten


Grundsätzlich ist ein CMS immer dann die richtige Wahl, wenn Ihre Website häufig inhaltlich ergänzt oder geändert werden soll oder eventuell auch, wenn Sie eine sehr umfangreiche Website haben, die viele Seiten vom gleichen Typ hat.

Vorteile:
Eigenständiges Ergänzen von Texten, Bildern, PDFs usw. in vorhandenen Seiten und selbst neu zu erstellenden Seiten.

Nachteile:
Der Aufwand in der Konzeption und Umsetzung der Basisprogrammerung ist höher und damit kostenintensiver als bei einer statischen Webseiten-Programmierung ohne CMS. Deshalb lohnt sich ein CMS finanziell nur dann, wenn hierdurch Folgekosten für regelmäßige häufige Ergänzungen (durchzuführen vom Programmierer) eingespart werden. Oder wenn Sie innerhalb Ihrer Website z.B. 20 Seiten zu einzelnen Leistungen haben, die inhaltlich alle gleich aufgebaut sind. Hier kann es kostengünstiger für Sie sein, diese 20 Seiten via CMS selbst zu generieren, statt sie vom Programmierer per Hand duplizieren und entsprechend individuellen Text einsetzen zu lassen. Allerdings müssen Sie ja im Falle eines CMS immer auch Ihre eigene Arbeitszeit in Ihre Kalkulation mit einbeziehen und unter diesem Gesichtspunkt lohnt sich das für viele Unternehmen schon nicht mehr.

Empfehlenswert bleibt also eher der realistische und vernünftige Einsatz für häufig zu ergänzende oder zu aktualisierende Website-Inhalte.

Die Inhalte und das eigentliche Webdesign, also die grafische Gestaltung Ihrer Webseiten, müssen allerdings auch in einem CMS vorab in einem festen "Design-Korsett" definiert werden, in den Seiten-Templates. Sie können sich also mit Ihren Ergänzungen auch mit einem Content-Management-System nur im Rahmen vorher gestalteter Seitenentwürfe und deren eventueller Varianten bewegen. Das ist aber ja zur Erhaltung der Design-Vorgaben von einer vorab professionell gestalteten Website durchaus sinnvoll. Abweichungen sind möglich, jedoch nur nach manueller Anpassung durch den Programmierer, was aber auch wiederum ein gut gestaltetes Webdesign aufrecht erhält.

Variante 2:
Statisches Webdesign ohne Content-Management-System

Vorteil:
Geringere Investitionskosten bei Websites mit wenig Umfang.

Allerdings geht diese Rechnung nur auf, wenn nicht viele nachträgliche Änderungen und Ergänzungen an den Inhalten der Website stattfinden, denn diese verursachen Zusatzkosten in der Programmierung, die sich wiederum mit einem CMS vermeiden ließen.

Variante 3:
Die Zwitter-Lösung mit einem partiellen CMS. Eine Mischung aus dynamischem und statischem Webdesign.


Für häufig zu ergänzende Inhalte (z.B. Aktuelles, Referenzen, Fallbeispiele, Presse, Stellenangebote usw.) in Ihrer Website binden wir ein CMS ein, zusätzlich statische Programmierung für Seiten Ihrer Website, die fixe Inhalte haben (z.B. Unternehmensprofil, Kontakt, Team, Impressum und Ähnliches)

Vorteil:
Häufig zu ergänzende Seiten können Sie selbst pflegen ohne das Ihnen bei den Seiten, an denen sich nur selten etwas ändert, Kosten für die Anbindung eines CMS entstehen.

Auch diese Variante rechnet sich aber zugegeben nur dann, wenn wirklich in den statischen Seiten nicht häufig nachträglich geändert wird.

So weit, so gut. Welches CMS ist denn nun - gesetzt den Fall, Sie möchten eines verwenden - das richtige für Sie?

Das hängt ganz von den individuellen technischen und konzeptionellen Anforderungen Ihrer Website ab. Und nicht zuletzt auch von Ihren Ansprüchen an das Webdesign, also die Optik Ihrer Website. Man kann hierzu keine Standard-Aussagen treffen.

Typo3 zum Beispiel ist sehr populär nicht nur in der Fachwelt, sondern auch bei Webdesign-Laien. Typo3 ist so zu sagen in aller Munde. Dennoch ist dieses ansich ja durchaus hervorragende System noch lange nicht für alle Verwendungszwecke die beste Lösung. Mit Joomla oder Contenido und anderen CMS-Varianten verhält es sich natürlich ebenso. Wir beraten Sie gerne. Ob Sie sich dann anschließend für ein OpenSource-System entscheiden, ob Sie auf maßgeschneiderte Software von uns oder kommerzielle Software-Lösungen setzen, das bleibt dann anschließend natürlich Ihnen überlassen. In jedem Falle können Sie nach einer sachkundigen Beratung durch uns aber gut informiert Ihre eigene Entscheidung treffen.

Möchten Sie mehr erfahren zum zweckmäßigen Einsatz von Redaktionssystemen und zur Auswahl eines für Ihr Projekt geeigneten Produktes?

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Drei sehr bekannte OpenSource Content-Management-Systeme sind Typo3, Joomla und Contenido

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